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Strukturierte Übergänge im Klassenzimmer: Weniger Chaos, mehr Lernzeit

Übergänge zwischen verschiedenen Unterrichtsphasen – sei es vom Ankommen zum Morgenkreis, vom Arbeitsplatz zum Materialholen oder vom Aufräumen zur nächsten Aktivität – können oft unruhig und laut sein.

Störungen reduzieren

Das Problem: Unstrukturierte Übergänge als Störungsquelle

Besonders in herausfordernden Klassen führen Übergänge leicht zu Störungen, Schubsen und Zeitverlust. Eine bewährte Methode, um hier präventiv für mehr Ruhe und Struktur zu sorgen, ist die Einführung von klar definierten Gruppen für Übergangsphasen.

 

Übergänge mit dem Gruppensystem meistern

Eine effektive Strategie, um Übergänge reibungsloser zu gestalten, ist die Einteilung der Klasse in feste Gruppen, die nacheinander zur Handlung aufgefordert werden. Dies reduziert die Anzahl der gleichzeitig aktiven Kinder und minimiert so potenzielle Reibungspunkte.

So funktioniert's: Schritt für Schritt zu ruhigen Übergängen

  1. Gruppen bilden und definieren: Teilen Sie Ihre Klasse in 3 bis 4 feste Gruppen ein. Orientieren Sie sich an der Sitzordnung:

    • Gruppe 1: Alle Kinder in der hinteren Reihen

    • Gruppe 2: Alle Kinder auf der rechten Seite vorne

    • Gruppe 3: Alle Kinder auf der linken Seite vorne

  2. Gruppen benennen: Geben Sie den Gruppen einfache und klare Namen. Farbnamen sind hierfür sehr leicht zu merken:

    • Gruppe ROT (z.B. hinten)

    • Gruppe BLAU (z.B. rechts)

    • Gruppe GRÜN (z.B. links)

    • Visualisieren Sie die Gruppennamen mit Symbolen oder einem aufgehängten Plan.

  3. Transparent erklären und einüben: Erklären Sie den Kindern genau, warum Sie dieses System einführen (damit es leiser ist, alle sicher ankommen, niemand geschubst wird) und wie es funktioniert. Üben Sie die Übergänge konsequent nach diesem System ein. Sagen Sie klar an, welche Gruppe nun an der Reihe ist.

 
Flexibel anpassen: Vom Gruppensystem zur Selbstständigkeit

Das Schöne an dieser Methode ist ihre Flexibilität. Wenn Sie das System zu Beginn des Schuljahres konsequent einführen und die Kinder sich daran gewöhnt haben und die Übergänge reibungslos funktionieren, können Sie die Struktur schrittweise reduzieren:

  • Reduktion auf 2 Gruppen

  • Ganz weglassen: Wenn auch die Übergänge in zwei grossen Gruppen problemlos klappen, können Sie versuchen, die Gruppeneinteilung ganz wegzulassen.

  • Transparenz: Erklären Sie den Kindern auch diese Schritte: "Ihr macht das jetzt schon so super und ruhig, wir probieren es mal nur noch mit zwei Gruppen!" oder "Ich glaube, ihr schafft das jetzt auch ganz ohne Gruppenaufruf, weil ihr so gut aufeinander achtet."

Sollten wieder Probleme auftreten, können Sie jederzeit zur stärker strukturierten Variante zurückkehren.

 

Die Vorteile
  • Weniger Störungen: Deutliche Reduzierung von Lärm, Schubsen und Konflikten.

  • Mehr Ruhe: Schafft eine entspanntere Atmosphäre im Klassenzimmer.

  • Klarheit und Vorhersehbarkeit: Kinder wissen genau, was wann von ihnen erwartet wird.

Probieren Sie es aus!

Das strukturierte Gruppensystem für Übergänge ist ein einfaches, aber sehr wirkungsvolles Werkzeug im Classroom Management, das Lehrpersonen hilft, den Unterrichtsfluss aufrechtzuerhalten und Störungen vorzubeugen.

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