VERHALTENSKOMPASS
Erschöpfung als Lehrperson: Anzeichen
Es ist wichtig, Anzeichen ernst zu nehmen und auf sich selbst zu hören.
Anzeichen

Erschöpfung ist mehr als nur Müdigkeit. In der heutigen schnelllebigen Zeit fühlen sich immer mehr Menschen ständig überfordert und ausgelaugt. Die Anzeichen von Erschöpfung zu erkennen, ist der erste und wichtigste Schritt, um diesem Zustand entgegenzuwirken und schlimmere Folgen wie Burnout oder ernsthafte Gesundheitsprobleme zu vermeiden. Doch welche Symptome deuten tatsächlich auf eine übermässige Belastung hin?
Die Liste deckt die Kernbereiche der häufigsten und gravierendsten Anzeichen ab. Jedoch gilt zu berücksichtigen, dass sich Erschöpfung bei Menschen unterschiedlich äussert.
Körperliche Symptome:
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Krank in den Ferien
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Schlafstörungen
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auftretende körperliche Beschwerden
Mentale/Kognitive Symptome:
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Grübeln
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weniger kognitive Leistungsfähigkeit (für Dinge mehr Zeit brauchen)
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mangelndes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten
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Überflutung an Arbeit (oft mental empfunden)
Emotionale Symptome:
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Angespanntheit
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leichte Depression
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Abstumpfung
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Negativismus
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Wut, Hilfslosigkeit
Verhaltensbezogene/Soziale Symptome:
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Weniger soziales und geistiges Erleben
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geringe Motivation
Fragen Sie sich

Denken Sie über folgende 10 Fragen nach
Diese Fragen helfen Ihnen dabei, Ihre aktuelle Situation bezüglich Stress, Belastung und möglicher Anzeichen von Erschöpfung oder beginnendem Burnout einzuschätzen. Sie dienen der Selbstreflexion und können Ihnen wertvolle Hinweise darauf geben, wie es Ihnen wirklich geht und ob Handlungsbedarf besteht. Nehmen Sie sich die Zeit, ehrlich darüber nachzudenken, denn das Erkennen von Warnsignalen ist der erste wichtige Schritt für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.
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Ist Ihr Stresslevel am Ende der Woche hoch?
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Wie fühlen Sie sich bei und nach der Arbeit?
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Wie ist Ihr allgemeines Energielevel tagsüber?
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Fällt es Ihnen schwer, sich zu konzentrieren, Entscheidungen zu treffen oder sich Dinge zu merken? Brauchen Sie für Aufgaben länger als früher?
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Fühlen Sie sich öfter gereizt, ungeduldig oder frustriert als sonst?
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Fühlen Sie sich von Ihrer Arbeit oder anderen Aufgaben entfremdet oder gleichgültig?
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Haben Sie Schlafstörungen? Hängen die Schlafstörung mit der Arbeit zusammen?
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Leiden Sie unter häufigen Kopfschmerzen, Augenflimmern, Magen-Darm-Problemen oder Muskelverspannungen, für die es keine klare medizinische Ursache gibt?
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Haben sich Ihre Gewohnheiten in Bezug auf Essen, Sport, Alkohol, Koffein oder Nikotin verändert?
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Machen Sie das, was Sie in der Freizeit gerne machen nicht mehr?
Was auch helfen kann:
Welchem Menschen vertrauen Sie? Hören Sie dieser Person zu.
Was sagt er Ihnen zur jetzigen Situation? Warnt er Sie?
Handeln Sie.
Haben Sie viele Fragen mit Ja beantwortet?
Wenn Sie bei vielen dieser Fragen mit "Ja" geantwortet haben, ist dies ein deutliches Signal Ihres Körpers und Geistes, dass Ihr aktuelles Stresslevel möglicherweise zu hoch ist und Sie bereits Anzeichen von Erschöpfung zeigen.
Nehmen Sie diese Anzeichen sehr ernst und ignorieren Sie sie nicht. Erschöpfung kann sich zu gravierenden Problemen wie einem Burnout entwickeln, wenn sie nicht angegangen wird.
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Handeln Sie jetzt: Warten Sie nicht, bis sich die Situation verschlimmert. Kleine Veränderungen können einen grossen Unterschied machen.
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Priorisieren Sie Ihre Bedürfnisse: Sorgen Sie aktiv für ausreichenden Schlaf, gesunde Ernährung und regelmässige, moderate Bewegung – auch wenn es sich im Moment schwer anfühlt.
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Setzen Sie Grenzen: Überprüfen Sie, wo Sie zu viel leisten oder zu viele Verpflichtungen eingehen. Lernen Sie, "Nein" zu sagen und Aufgaben zu delegieren, sowohl im Beruf als auch privat.
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Suchen Sie Unterstützung: Sprechen Sie offen mit vertrauten Menschen (Partner, Familie, Freunde) über Ihre Gefühle und Belastungen. Manchmal hilft allein das Reden.
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Ziehen Sie professionelle Hilfe in Betracht: Wenn die Anzeichen stark sind, anhalten oder sich verschlimmern, zögern Sie nicht, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen. Sie können eine fundierte Einschätzung geben, mögliche organische Ursachen ausschliessen und Ihnen wirksame Strategien zur Bewältigung und Genesung an die Hand geben.
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Finden Sie zurück zu positiven Aktivitäten: Versuchen Sie bewusst, wieder Zeit für Dinge einzuplanen, die Ihnen Freude bereiten und Energie geben – auch wenn es nur kurze Momente sind.
Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden sind Ihr wichtigstes Kapital. Diese Anzeichen sind keine Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass Sie an Ihre Grenzen stossen. Handeln Sie liebevoll und fürsorglich mit sich selbst.