VERHALTENSKOMPASS
Lily, Ben und Omid
Ein Bilderbuch für Kinder mit einem unsicher-desorganisertem Bindungsmuster und starken Emotionen.
Trauma
Das schweizerische Gesundheitsobservatorium hat 2017 veröffentlicht, dass 6,2% der Mädchen und 2,4% der Jungen an posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Das Kinderbuch Lily, Ben und Omid ist das erste Buch, das Trauma kindgerecht erzählt und über einen "sicheren Ort" handelt. Es eignet sich für die Pädagogik und für die Psychotherapie.

Die Geschichte
Die Geschichte erzählt durch kindgerechte Darstellungen, was in unserem Hirn bei einem Trauma passiert und warum die Amygdala (im Buch eine Eidechse) stets in Alarmbereitschaft ist. Die drei Charakteren, Lily, Ben und Omid, haben unterschiedliche Vorerfahrungen. Dadurch kann sich das Kind oftmals gut mit einem der Charakteren identifizieren. Alle drei Kinder haben nicht wirklich Bock auf Schule, einen niedrigen Selbstwert und sind verhaltensauffällig. Sie finden im Untergrund einen sicheren Ort, wo eine alte Dame lebt. Die Dame gibt ihnen Strategien zur Hand und zeigt auf, was sie selbst und ihr Umfeld tun können, damit es ihnen besser geht.
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Mit dem Kind kann anschliessend ein eigener "sicherer Ort" erkundet und gezeichnet werden. Es kann ein Ort in Gedanken sein oder ein Gegenstand, der Sicherheit schafft. Auch kann über Strategien zur Stressbewältigung gesprochen werden.
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Es ist wichtig, das Kind an die erarbeitete Strategie in herausfordernden Situation zu erinnern und es zu begleiten.
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Link
Powerpoint-Präsentation
Die Autorin des Buches, Marianne Herzog, stellt die Powerpoint-Präsentation des Kinderbuches per Mail frei zur Verfügung.
https://www.marianneherzog.com/lily-ben-und-omid/unterrichtsmaterialien/
Praxis
Möglicher Ablauf
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Fragen Sie zuerst das Kind: "Wie geht es dir in der Schule?"
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Sagen Sie: "Ich kenne 3 Kindern, denen geht es auch nicht gut. Ich möchte sie dir gerne vorstellen"
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Vorlesen des Buches
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Fragen Sie: "Was ist dein sicherer Ort? Wo fühlst du dich besonders wohl? Komm, wir zeichnen ihn auf."
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Erarbeitung von Strategien gegen Stress, siehe dazu "Strategien Wut", "Strategien Angst" - Erstellen von Metacomsymbolen als Unterstützung
