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Das Familienklassenzimmer

Kinder und Eltern lernen gemeinsam.

Was ist ein Familienklassenzimmer?

Das Familienklassenzimmers ist ein pädagogisches und sozialtherapeutisches Interventionsmodell, das darauf abzielt, Schülerinnen und Schüler mit besonderen sozialen, emotionalen und/oder Verhaltensbedürfnissen in ihrer Entwicklung zu fördern und gleichzeitig ihre Familien aktiv in den schulischen Alltag einzubeziehen.

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Warum ein Familienklassenzimmer?

Die Idee ist, dass es Kindern besser geht, wenn Schule und Eltern gut zusammenarbeiten. Oft orientiert sich das Konzept an der Multifamilientherapie von Eia Asen.

Familie als Teil der Schule

Was passiert im Familienklassenzimmer?

  • Eltern sind dabei: Eine Bezugspersonen nimmt regelmässig, meist einmal pro Woche für einige Stunden, am Unterricht im Familienklassenzimmer teil. Ihre Anwesenheit ist verpflichtend und sie werden aktiv in den Lernprozess einbezogen.

  • Es geht um Gefühle und Miteinander: Die Kinder lernen vor allem, wie man gut mit anderen auskommt, wie man mit seinen Gefühlen umgeht und wie man sich besser benimmt.

  • Kleine Gruppe: Familienklassenzimmer sind kleiner als Regelklassen (oft 4-8 Familien), um eine intensivere Betreuung und Interaktion zu ermöglichen.

  • Pädagogische Begleitung: Die Gruppe wird in der Regel von Lehrpersonen (oft Schulische Heilpädagogik) in Kooperation mit sozialpädagogischen Fachkräften oder Multifamilientherapeuten geleitet.

  • Strukturierter Ablauf: Der Ablauf einer Sitzung im Familienklassenzimmer ist oft ritualisiert und beinhaltet Phasen wie Ankommen, Austausch, Lernphasen (mit Elternbeteiligung), Reflexion und Verabschiedung.

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Was sind die Ziele?

  • Bessere Beziehung zu Hause: Ein wichtiges Ziel ist die Verbesserung der Interaktion und Kommunikation zwischen Eltern und Kindern sowie die Stärkung ihrer Bindung.

  • Austausch unter Eltern: Die Eltern können sich mit anderen Eltern austauschen, die ähnliche Sorgen haben. Sie können voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.

  • Eigene Ziele für jedes Kind und jede Familie: Es werden individuelle Ziele für die Kinder und Familien formuliert und spezifische Interventionen im Gruppen- und Einzelsetting durchgeführt.

Lernen Sie von Beispielen

Das Familienklassenzimmer ist bereits an diversen Schulen in der Schweiz etabliert. Beispielsweise an der Schule Kriens (Kanton Luzern), in der Stadt Zürich oder an den Schulen Hünenberg (Kanton Zug).

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Halten Sie ein Familienklassenzimmer an Ihrer Schule für sinnvoll?
Diskutieren Sie im Team die möglichen Vor- und Nachteile eines Familienklassenzimmers an Ihrer Schule. Sollte die Einführung in Betracht gezogen werden, bilden Sie eine Arbeitsgruppe, die sich vertieft mit dem Thema beschäftigt und Erfahrungen sowie Konzepte von anderen Schulen einholt.

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Untersuchungen: Es liegen bereits einige empirische Hinweise auf Wirksamkeit vor – allerdings ist die Forschungslage noch begrenzt.​

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