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VERHALTENSKOMPASS
Konsequenzen bei regelbruch!
Praxis Überlegen Sie:
Was stört Sie sehr?
Störungen im Unterricht sind normal.
Welches Verhalten stört Sie besonders in Ihrem Unterricht? Welche Regel ist für Sie sehr wichtig, wird jedoch immer wieder überschritten?
Transparente, klare Konsequenzen bei Regelverstössen erleichtern unseren Unterricht.
Viele Konsequenzen werden miteinander abgemacht und nicht von der Lehrperson alleine bestimmt.
Es ist wichtig, dass Sie als Lehrperson konsequent agieren und Haltung einnehmen. Anfangs braucht dies viel Energie.
Die Kinder sollen denken: "Meine Lehrperson weiss genau, was ihr wichtig ist und achtet darauf, dass unsere Regeln eingehalten werden."
Prävention! Immer wieder an Regeln erinnern.
Erinnerungen an die abgemachten Regeln helfen um Störungen zu vermeiden.
"In der Pause streiten wir nicht. Wenn du dich unfair behandelt fühlst, suchst du eine Lehrperson mit gelber Weste. Kann mir das jemand wiederholen?"
"In der Garderobe streiten wir nicht. Wir ziehen uns schnell um und gehen direkt in die Turnhalle. Leo ist Garderobenchef."
"Wir sitzen jetzt im Kreis. Erinnere dich an die Regel: Jemand spricht, alle anderen hören zu."
KEINE Energie!

Wenn du genau weisst, was du willst, werden es die Kinder spüren. Es wird dir einfacher fallen, die Konsequenz in einem bestimmten, aber nicht lauten oder herablassenden Ton dem Kind zu sagen und Haltung zu zeigen.
Wenn in dir Emotionen hochkommen, ist es wichtig, das Kind nicht vor der Klasse zu beschämen, sondern anschliessend (bspw. nach der Kreissequenz) kurz mit dem Kind einzeln zu sprechen und somit den Konflikt zu verschieben. Es spart Energie.
Beispiele: Konsequenzen ohne Scham
-Sich gegenseitig stark beleidigen
Konsequenz: Entschädigung (siehe Wiedergutmachung)
-Schlagen im Schulzimmer
Konsequenz: Entschädigung (siehe Wiedergutmachung)
-Blödsinn machen beim Arbeiten
Konsequenz: Ein realistisches Ziel zusammen einzeichnen. "Es ist mir wichtig, dass du lernst, dich anstrengst und Fortschritte erzielst." Wird das Ziel nicht erreicht, wird mit dem Kind gesprochen und evtl. die Aufgabe zu einer anderen Schulzeit erledigt. Vermeide, dass das Kind sitzen bleiben muss.
Achtung: Frage dich zuerst, ob Über- oder Unterforderung Ursache des Verhaltens ist. Ist Überforderung der Fall, darf das Kind eine andere Aufgabe lösen. Ist Unterforderung der Fall, streiche die Aufgabe.
-Lautes Schwatzen mit dem Nachbarn beim Arbeiten
Konsequenz: "Ich verstehe ihr seid Freunde und ihr habt euch viel zu erzählen. Laut sprechen stört die anderen Kinder bei ihrer Konzentration. Ihr arbeitet leise und im Flüsterton. Was tun wir wenn es nicht klappt? (Ideen Kinder anhören)."
-Nicht zuhören im Kreis
Wort/Zeichen als Erinnerung der Regel "zuhören" mit der ganzen Klasse abmachen. Wenn nur ein bis zwei Kinder nicht zuhören, ist es sinnvoll, mit diesen Kindern einzeln ein Wort / Zeichen / Berührung abzumachen. Wird diese Mahnung mehr als fünf Mal ignoriert, gibt es für dieses Kind eine Konsequenz, die es selbst wählt (z.B. sagte ein Kind, dann gehe es kurz an den Platz). Hört das Kind immer noch nicht zu und macht Blödsinn gibt es eine Wiedergutmachung an die Lehrperson.
Achtung: Kinder, die viel Aufmerksamkeit brauchen - Wir müssen diesem Bedürfnis ein Stück weit entgegenkommen, um die Beziehung zu stärken.
-Streiten in der Garderobe
Konsequenz: Mit der Klasse nach Lösungen suchen, zum Beispiel: Im Schulzimmer umziehen, Garderoben-Chefs bestimmen,...
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