VERHALTENSKOMPASS
Peacemaker - Friedensstifter auf dem Pausenhof
Ein Konzept zur gewaltfreien Konfliktlösung in der Primarschule.

Ziele des Peacemaker-Konzepts
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Kinder helfen anderen Kindern bei Streit und Ärger.
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Konflikte werden friedlich gelöst – ohne Streit, Schimpfen oder Strafen.
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Die Schule wird zu einem Ort, wo sich alle wohl und sicher fühlen.
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Kinder lernen wichtige soziale Fähigkeiten: Zuhören, fair sein, Probleme gemeinsam lösen.
Wer sind Peacemaker?
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Schüler/innen ab der 3. Klasse
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Sie sind freundlich, geduldig und zuverlässig
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Sie tragen ein Erkennungszeichen (z.B. gelbe Weste)
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Sie helfen freiwillig – niemand muss zu ihnen gehen
Ausbildung
Ausbildung der Peacemaker (häufig durch Schulsozialarbeit)
Dauer: ca. 6–8 Einheiten (wöchentlich)
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Was ist ein Konflikt?
Warum streiten wir? Was hilft dagegen? -
Gefühle erkennen und benennen
"Ich bin wütend, weil…" – Gefühle verstehen -
Ich-Botschaften sprechen
"Ich fühle mich …, wenn du …" -
Zuhören lernen
Aktiv zuhören, ohne zu unterbrechen -
Gesprächsregeln üben
z. B. ausreden lassen, freundlich bleiben -
Konfliktgespräche führen
Wie begleite ich andere Kinder bei Streit? -
Rollenspiele & Praxisübungen; Was tue ich, wenn ich nicht weiterweiss? Erwachsene holen, ruhig bleiben
Ablauf eines Peacemaker-Gesprächs
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Begrüssung
"Wollt ihr, dass ich euch beim Streit helfe?" -
Regeln klären
"Jeder redet nacheinander, keine Beleidigungen." -
Beide Seiten erzählen ihre Sicht
"Was ist passiert?" (Ich-Form, kein Schimpfen) -
Gefühle & Wünsche klären
"Wie hast du dich dabei gefühlt?" -
Gemeinsam eine Lösung finden
"Was wäre für euch beide in Ordnung?" -
Verabschiedung & evt. später Nachfragen
"Wie geht’s euch jetzt damit?"
Regeln Peacemaker
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Ich bleibe ruhig und freundlich.
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Ich höre gut zu.
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Ich halte das Gespräch vertraulich.
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Ich sage Bescheid, wenn ich Hilfe brauche.
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Wäre die Einführung von Peacemakern an Ihrer Schule hilfreich?
