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Präsenz und Nähe: "Guten Morgen!"

Ein Machtkampf zwischen Lehrperson und Kind. Wer gewinnt?
- Das Kind will vor den anderen das Gesicht nicht verlieren.
- Die Lehrperson will nicht an Autorität büssen.

Richtig "Da" sein.

Situation 1: Als die Kinder das Schulzimmer betreten, sitzt die Lehrperson hinter ihrem Pult und ist mit Aufgaben beschäftigt. Es scheint, dass sie wenig Zeit hat, den Kindern "Guten Morgen" zu sagen. Die Kinder gehen hin und sagen schnell "Guten Morgen".

Situation 2: Schon in der Garderobe bemerken die Kinder, dass die Lehrperson an der Tür zum Schulzimmer wartet, um sie zu begrüssen. Sie ist von der ersten Minute an durch Blicke und ihre Präsenz in Kontakt mit den Kindern. Bei der Begrüssung fragt die Lehrperson einige Kinder, ob sie gut geschlafen haben oder fragt nach etwas, das sie ihnen zuvor erzählt haben.

         Vor welcher Lehrperson hätten Sie als Kind mehr Respekt?

Die Lehrperson in Situation 2 strahlt eine komplett andere Haltung als "Autoritätsperson" aus als in der ersten Situation. Sie zeigt nicht nur Halt durch physische Nähe, sondern ist auch innerlich aufmerksam und zeigt Fürsorglichkeit.

Präsenz durch Begrüssung (alle Stufen)

Möglicherweise sind Ihnen diese Ideen für Begrüssungsrituale bereits durch Bilder oder Videos im Internet begegnet. 

Solche Begrüssungsrituale bieten vier wesentliche Vorteile:

  • Sie erfüllen das Nähebedürfnis von Kindern, die oft eine Umarmung wählen.

  • Sie respektieren das Autonomiebedürfnis der Kinder, indem sie eine Auswahlmöglichkeit haben.

  • Die Wahl des Kindes ermöglicht es uns Lehrpersonen, ihre aktuelle Stimmung direkt wahrzunehmen und darauf einzugehen.

  • Sie fördern die Beziehungsebene durch die entstehende Nähe und Präsenz zu den Kindern.

Inspirationen für solche Begrüssungen finden Sie online unter dem Stichwort 'Begrüssung Bildkarten Schule'. Diese können Sie altersgerecht auswählen.

Verhaltenskompass

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