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Raumgestaltung, Sitzordnung - Struktur im Zimmer

Struktur im Zimmer vereinfacht die Arbeit mit herausfordernden Kindern.

Störungen reduzieren

Wie durchdachte Raumkonzepte Wohlbefinden, Orientierung und Lernerfolg fördern

Viele, nicht nur verhaltensauffällige, Kinder benötigen klare Strukturen und einen sicheren Ort, um sich gut entwickeln und erfolgreich lernen zu können. Wer sich wohlfühlt, kann besser lernen. Deshalb ist ein gut gestaltetes Klassenzimmer wichtig für gutes Lernen und gelingende Inklusion.

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Räume im Raum

thematisieren

Räume im Raum schaffen

Ein durchstrukturierter Klassenraum schafft "Räume im Raum" mit eindeutigen Funktionen, die den Kindern helfen, sich zurechtzufinden und Verhaltenserwartungen zu verstehen. Dies erhöht die Vorhersehbarkeit von Unterrichtsabläufen, was gerade für Kinder, die eine enge Struktur und klare Orientierung benötigen, von grossem Wert ist. Die räumliche Umgebung formuliert quasi "lesbare" Verhaltenserwartungen.

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Klare Zonen

  • Gruppentische: Sie bieten Raum für sozialen Austausch, kooperatives Lernen und gemeinsame Projekte. Lernen ist sozial und benötigt Gelegenheiten zur Interaktion.

  • Ruhezonen / Rückzugsorte: Zonen wie eine "Lernkabine", "Lernhöhle", ein Bereich mit Teppich/Kissen oder spezielle "Time-out"- / "Chill"-Räume ermöglichen Rückzug und Reizreduzierung. Solche Orte sind essenziell für die Selbstregulation und können eine Alternative zum "vor der Tür stehen" bieten. Wichtig ist hier: Diese Zonen haben keinen sanktionierenden Charakter! Ihre Sinnhaftigkeit sollte transparent kommuniziert und die Regeln für ihre Nutzung (insbesondere für selbst gewählte Auszeiten) gemeinsam erarbeitet werden, um Verbindlichkeit zu schaffen. Ein selbst gewähltes Time-Out ist entwicklungsförderlicher als eine Sanktionierung.

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Die Aufteilung in Zonen für verschiedene Lernformen oder Aktivitäten unterstützt das eigenaktive Lernen und bietet Möglichkeiten zur Berücksichtigung unterschiedlicher emotionaler Prozesse, die beim Lernen eine Rolle spielen.

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Platzwahl

Die Rolle des Platzes

Verhaltensauffällige Kinder profitieren von einem festen Sitzplatz am Arbeitsplatz und im Kreis

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Wo sitzt das Kind?

Wo sitzt ein Kind, das zusätzliche Aufmerksamkeit benötigt? 

Ist ein Kind mit Konzentrationsschwierigkeiten an seinem jetzigen Platz schnell abgelenkt?

Kann die Lehrperson diesen Platz schnell und ungehindert erreichen? 

Welche Wirkung hat es, wenn die Lehrperson an einer bestimmten Stelle steht? 

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Solche Fragen helfen Lehrpersonen die Sitzordnung strategisch anzupassen, um einzelne Kinder zu unterstützen.

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Investierte Zeit lohnt sich

Auch wenn es anfangs viel Zeit und Energie kostet, den Klassenraum neu zu gestalten, ist es für den Lernerfolg von Schülern und Schülerinnen, die klare Strukturen brauchen, sehr hilfreich. Ein gut geplanter Raum gibt Sicherheit und Unterstützung, damit Lernen und Entwicklung gut möglich sind.

Praxis

Praxisbeispiel

Jedes Kind hat sein "Lernraum":

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Rückzugsort

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Verhaltenskompass

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