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SELBSTREGULATION ÜBEN

Wenn wir differenzieren, müssen wir die Kinder bei der Auswahl der Aufgaben unterstützen. Oft über- oder unterschätzen sich Kinder mit herausforderndem Verhalten.

Lernzonen

Die Methode der drei Lernzonen

Das Modell der drei Lernzonen (Komfort-, Lern- und Panikzone) ist ein wertvolles Werkzeug, um Schülerinnen und Schülern zu helfen, ihre eigenen Fähigkeiten und Lernprozesse besser einzuschätzen. Ich habe dieses Konzept in einer Zürcher Praxis kennengelernt (angewendet in 5./6. Klassen) und selbst in einer 3. Klasse eingeführt. Es unterstützt Kinder auf anschauliche Weise dabei, passende Lernaufgaben auszuwählen und ein realistisches Selbstbild als Lernende zu entwickeln. Dies ist besonders relevant für Kinder, die dazu neigen, sich selbst zu über- oder unterschätzen, wozu auch Kinder mit bestimmten Verhaltensauffälligkeiten gehören können.

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Die Zonen im Detail:

  • Die Komfortzone: In dieser Zone befinden sich Lernende, wenn die Aufgaben deutlich zu einfach sind. Die Aufgaben werden schnell gelöst, ohne dass eine wirkliche Anstrengung oder Herausforderung nötig ist. Es kann langfristig zu Langeweile, Unterforderung, Frustration führen.

  • Die Panikzone: Die Panikzone wird betreten, wenn die gestellten Aufgaben viel zu schwierig sind. Die Lernenden fühlen sich schnell überfordert und benötigen ständig Hilfe von der Lehrperson oder Mitschülern. Typische Gefühle in dieser Zone sind starker Stress, Hilflosigkeit und grosse Frustration, was zum Meiden oder Aufgeben der Aufgabe führt.

  • Die Lernzone (auch Wachstums- oder Herausforderungszone): Diese Zone liegt idealerweise zwischen der Komfort- und der Panikzone. Hier sind die Aufgaben anspruchsvoll genug, um eine echte Herausforderung darzustellen, aber noch im Bereich des Machbaren. Erfolge in dieser Zone lösen positive Gefühle aus wie Motivation, Zufriedenheit, Selbstbewusstsein und Stolz.

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Einführung und Anwendung in der Praxis:

Zu Beginn ist es hilfreich, die Zonen gemeinsam mit den Kindern zu thematisieren und nach Übungseinheiten eine kurze Reflexion anzubieten. Dabei können die Kinder ihre Lernerfahrungen anhand der Zonen beschreiben, z.B. mit Fragen wie: "In welcher Zone hast du bei dieser Aufgabe gearbeitet?" und "Woran hast du das gemerkt?". Die Verwendung von Gefühlskarten kann diese Reflexion visuell unterstützen und den Zugang erleichtern.

 

Nutzen:

Die Arbeit mit den Lernzonen stärkt massgeblich die Metakompetenz der Selbsteinschätzung bei den Schülerinnen und Schülern. Langfristig führt dies zu selbstständigeren Lernenden, die besser in der Lage sind, ihren Lernprozess zu steuern und passende Materialien auszuwählen. Dies entlastet auch die Lehrperson im Unterricht, da die Kinder gezielter und autonomer lernen können.

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