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Symptom Verschieben

Das problematische Verhalten beibehalten, aber zu einem anderen Zeitpunkt, an einem anderen Ort oder in abgewandelter Form.

Beispiele
Beibhalten durch anderen Ort, Zeitpunkt oder/und andere Art & Weise

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Aggression: Ein Ort, wo das Kind seinen Aggressionen freien lauf lassen darf (Ort)

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Beleidigungen: Aufschreiben und am Ende des Tages der LP vorlesen (Zeitpunkt + Art & Weise)

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Herumlaufen: Nur rückwärts (Art & Weise)

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Clown spielen: Für 3 Minuten vor der 10 Uhr Pause im Stehkreis (Zeitpunkt + Ort)

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Schwatzen im Kreis: 5 Mal in Kreis-Situation; durch "Zuwinkern" zählen (Art & Weise)

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Aufstehen & Schwatzen während Arbeitsphase: 6x erlaubt, mit Post-It festhalten (Art & Weise + Zeit)

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Bei der Lehrperson nachfragen "Ist das richtig so?":  6x erlaubt, eigenständig Strichliste führen (ebd.)

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Leise Schwatzen in der 2er Reihe: Nur beim Hinlaufen (Zeitpunkt)

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Rennen in der 2er Reihe: 1x pro Tag leise nach 30 Sekunden nachrennen (Zeitpunkt + Art & Weise)

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Kaugummi kauen: Einen Morgen pro Woche - Kaugummi im Müll entsorgen (Zeitpunkt + Art & Weise)

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Warum das Symptom verschieben?

Einführung

Mit dem Verschieben des Symptoms erkennen wir indirekt an, dass das Kind gute Gründe für sein Verhalten hat. Wir vermitteln die Überzeugung, man müsse für den Unterricht für beide Seiten akzeptable Verhaltensweisen aushandeln. Viele Lehrpersonen sprechen nach der Erfahrung darüber, nicht mehr das Gefühl gehabt zu haben, gegen das Kind zu kämpfen. Sondern sie schaffen zusammen eine neue Situation, wie/wann das Verhalten für beide Seiten in Ordnung ist. Häufig fühlen sich die Kinder von der Lehrperson mehr verstanden.

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Interessanterweise verändern sich die Kinder dann, wenn es nicht mehr notwendig ist, andere von der Berechtigung des problmatischen Verhaltens überzeugen zu müssen.

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Die Schritt-für-Schritt Anleitung zum Ausfüllen & Reflektieren:

Hartnäckige Verhaltensmuster bei Kindern zu verändern, ist eine Herausforderung. Überraschenderweise kann es jedoch hilfreich sein, ein störendes Verhalten nicht direkt zu unterbinden, sondern es "beizubehalten" und gezielt zu verändern.

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Achtung Rückfall!

Über eine längere Zeit gibt es oft wieder Rückfälle in das eingeschliffene Verhaltensmuster beim Kind (oder bei uns), was normal ist. Familien-Therapeuten arbeiten oft mit der Technik der Rückfall-Vorhersage. Der Rückfall wird als normaler Bestandteil des Lösungsprozesses gesehen und ist kein Versagen der Lehrperson.

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Wie geht man mit einem Rückfall des Kindes um?

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Verhaltenskompass

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