VERHALTENSKOMPASS
Über das Lob
Der Wert eines Kindes ist nicht abhängig von seiner Leistung.
Gründe, die gegen Lob sprechen
Gründe gegen Lob und Belohnung
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1. Abhängigkeit von externer Anerkennung: Wenn Kinder ständig belohnt oder gelobt werden, um bestimmte Verhaltensweisen zu zeigen, können sie lernen, dass sie nur dann wertvoll sind, wenn sie von anderen positiv bewertet werden. Dies kann zu einer Abhängigkeit von externer Anerkennung führen, auch als Erwachsene.
2. Risiko des Leistungsdrucks: Übermäßiges Lob und Belohnung für gute Leistungen kann bei Kindern den Druck erhöhen, immer erfolgreich zu sein, um die Erwartungen zu erfüllen. Dies kann zu Angst vor Versagen und einem übermäßigen Streben nach Perfektionismus führen.
3. Beeinträchtigung der intrinsischen Motivation: Wenn Kinder für jede kleine Anstrengung oder jedes gute Verhalten belohnt werden, kann dies ihre natürliche Neugier und ihren Antrieb, Dinge aus eigenem Antrieb zu tun, beeinträchtigen.
4. Verstärkerpläne wirken oft nur kurzfristig.
Es ist wichtig, Lob und Belohnung in Massen und in angemessenen Situationen einzusetzen, in denen sich Kinder wirklich angestrengt haben. Es ist auch wichtig, dass Kinder lernen, intrinsische Motivation zu entwickeln und die Befriedigung zu erleben, die aus der Bewältigung von Herausforderungen und dem Erreichen persönlicher Ziele resultiert.
Loben Sie NICHT die Intelligenz.
"Du bist richtig schlau!" "Ich bin dumm!"
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Wenn die Intelligenz (stabiles Merkmal) eines Kindes und nicht die Anstrengung (veränderbar) gelobt wird, kann dies folgene Folgen haben:
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Angst vor Versagen
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Mangelnde Anstrengungsbereitschaft: Kinder reduzieren ihre Anstrengungen, wenn sie glauben, dass ihre Intelligenz der Hauptgrund für ihren Erfolg oder ihren Misserfolg ist.
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Anerkennen Sie Anstrengung und Durchhaltevermögen! Egal ob beim Kontrollieren von Emotionen oder beim Lernen.
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(Anlehnung an das Modell: Klassifikation attributionaler Kausalfaktoren nach Weiner 1985)
Was kann ich alternativ tun?
Es gibt viele Möglichkeiten, was Sie tun können:
1. Anstatt "Super" sagen Sie "Gut nachgedacht"
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2. Anstatt "Bravo" fragen Sie "Wie fühlst du dich jetzt'?"
3. Lernerfolge sichtbar machen, Fokus auf den Prozess statt Verstärkerpläne: Konzentrieren Sie sich auf den Prozess und die Anstrengungen, die Kinder unternehmen,
anstatt nur das Endergebnis zu bewerten. Betonen Sie die Bedeutung von Durchhaltevermögen, Problemlösungsfähigkeiten und kreativem Denken.
4. Ermutigen für Bemühungen: "Das kannst du besser, das weiss ich. Wie kannst du dich wieder gut konzentrieren? Wir schaffen das."
5. Lob nur bei wirklicher Anstrengung: Da falsches Lob kontraproduktiv sein kann, ist es wichtig, nur dann zu loben, wenn Sie sich sicher sind, dass sich das Kind angestrengt hat.
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6. Zeit der guten Taten: Positive Rückmeldungen geben, in Form von "warmen Duschen" und "echten Fähigkeiten".
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